„Wenn Gott gewollt hätte, dass du jemand anderes bist, dann hätte er nicht dich, sondern jemand anderes erschaffen.“ Als ich diesen Satz zum ersten Mal hörte, traf er mich mitten ins Herz. Ich hatte damals kaum Selbstbewusstsein. Ich hatte eine große Klappe – aber nur als Maske, hinter der ich mich versteckte.
Doch wenn man diesen Gedanken wirklich ernst nimmt, verändert er alles. Dein Wert basiert nicht darauf, was andere über dich sagen, sondern darauf, was Gott über dich sagt. Und das nimmt unfassbar viel Druck aus unserem Leben.
Wir müssen uns nicht länger über Kleidung, Besitz, Leistung oder Macht definieren. Wir müssen uns nicht künstlich aufpumpen, um jemand zu sein, der wir gar nicht sind. Viele würden es nie zugeben, aber wir alle haben solche Momente.
Doch Gott sagt nicht: „Verstell dich.“
Er sagt: „Nimm dich so an, wie ich dich geschaffen habe.“
Wenn wir das nicht tun, rebellieren wir letztlich gegen das, was Gott gut nennt. Wenn er sagt: „Es ist gut“, und wir sagen: „Es ist schlecht“, dann stehen wir gegen ihn und nicht mit ihm.
Die Bibel beschreibt das wunderschön: „Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun“ (Epheser 2,10 HfA).
Im Originaltext steht für „Werk“ das griechische Wort poema. Daraus kommt unser Wort Poem – Gedicht. Die Bibel sagt: Du bist Gottes Poem. Sein Gedicht. Sein Meisterstück.
Nicht, weil du perfekt bist. Nicht, weil du alles kannst.
Sondern weil Gott dich wollte. Genau dich. Mit deinen Ecken, Kanten, Stärken und Gaben.
Wenn ich unser Leben als großes Puzzle sehe, dann bist du dieses eine Teil, das es nur einmal gibt. Kein anderes passt in diese Lücke. Kein anderes kann dich ersetzen. Du bist nicht nur gewollt – du wirst gebraucht.
Viele Menschen glauben immerhin noch, dass sie geliebt sind. Aber dass sie gebraucht werden – das erreicht meistens niemanden mehr. Dabei sagt die Bibel eindeutig: „Es gibt verschiedene Arten von Begabungen, doch es ist ein und derselbe Geist. … Und es gibt verschiedene Aufgaben, doch es ist ein und derselbe Herr“ (1. Korinther 12,4–6).
Du bist anders, weil du eine andere Aufgabe hast. Du bist einzigartig, weil Gott durch dich etwas tun möchte, was niemand sonst tun kann.
Aber der Widersacher Gottes, der Teufel, flüstert vielen Menschen genau das Gegenteil ein: „Du bist wertlos. Nutzlos. Du hast nichts zu geben.“ Und leider glauben es viele.
Doch Gott hat dich nicht geschaffen, damit du nur sitzt, aufnimmst, überlebst und irgendwann bitter wirst. Er hat dich geschaffen, damit dein Leben ein Unterschied macht. Ob groß oder klein spielt keine Rolle.
Manchmal ist das unscheinbarste Licht das wichtigste im ganzen Haus.
Denn Gott gebraucht jeden, der sich gebrauchen lässt. Und er beginnt immer mit dem, was du bist – nicht mit dem, was du denkst, sein zu müssen.
Sei gesegnet!
„Weißt du, welches Licht in meinem Haus das wichtigste ist? Nicht der große Kronleuchter im Esszimmer, sondern das kleine, unscheinbare Lichtchen, das ich nachts anmache, damit ich mir auf dem Weg ins Bad nicht den Zeh stoße“ (Rick Warren).


